Rezensionen

Guter Vertrag – Weniger Haftung
Rechtsgrundlagen – Muster – Checklisten
 
Wie schließe ich einen Vertrag, was ist eine Auftragsbestätigung, was sollte in einen Vertrag hineingeschrieben werden und wie kann ich mein Haftungsrisiko durch Vertragsklauseln überschaubar machen? Diese und ähnliche Fragen stellt sich jeder Sachverständige.
Der Sachverständigenvertrag ist im BGB nicht geregelt; der Bundesgerichtshof wendet ergänzend das Werkvertragsrecht an. Mithin sollte sich jeder Sachverständige über die Fragen rund um den Vertrag informieren und dabei die Möglichkeiten zur vertraglichen Haftungsbeschränkung kennen. Dies gilt nicht nur für schriftlich geschlossene Verträge, sondern auch für den Vertragsschluss am Telefon oder über Internet, wobei hier oft vergessen wird, dass Verträge, die unter Abwesenden mit Verbrauchern geschlossen werden, einer Widerrufsbelehrung bedürfen.

Hier bietet die im September dieses Jahres erschienene Neuauflage der erfolgreichen IfS-Broschüre „Der Sachverständigenvertrag" aus dem Jahre 2004 die notwendigen Hilfestellungen.
Es werden darin Vorschläge zur Formulierung von Vertragsklauseln angeboten. Zum besseren Verständnis der infrage kommenden gesetzlichen Bestimmungen und der Vertragstexte sowie des richtigen Abschlusses von Verträgen werden einleitend Begriffsdefinitionen und Erläuterungen gegeben, die den Sachverständigen ein Gefühl für die optimale und faire Vertragsgestaltung vermitteln und dazu beitragen sollen, Fehlgriffe bei der Verwendung von juristischen Begriffen zu vermeiden. Die Neuauflage der Vertragsbroschüre wird um ein ausführliches Kapitel zur Haftung des Sachverständigen ergänzt. Nur wer Inhalt und Umfang der vertraglichen und gesetzlichen Haftung kennt, kann sein Haftungsrisiko abschätzen, es im Kontext seines Vertrags berücksichtigen und in einer ständig zu überprüfenden Berufshaftpflichtversicherung neuen Gegebenheiten anpassen.
Die in den Vertragsmustern enthaltenen Formulierungsvorschläge können nur Empfehlungen und Denkanstöße sein; sie sind auf keinen Fall verbindlich oder für alle Arten von gutachtlichen Tätigkeiten geeignet und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Der Sachverständige sollte daher diese Vorschläge nicht blind übernehmen, sondern sich zuvor juristisch beraten lassen und dabei die Eigentümlichkeiten seines Sachgebiets berücksichtigen und die Klauseln inhaltlich darauf abstimmen. Ein ausführliches Literaturverzeichnis und Checklisten zur Gestaltung einer Auftragsbestätigung bei Privatauftrag und bei Gerichtsauftrag, eine umfangreiche Auswahl an Vertragsklauseln, ein Prüfraster vor Übernahme eines Gutachtenauftrags, das Muster einer Widerrufsbelehrung und eine Checkliste für den notwendigen Vertragsinhalt (Grundvertrag) runden die Broschüre ab.

Hrsg.: Institut für Sachverständigenwesen e.V., Hohenzollernring 85-87, 50672 Köln;
Autoren: Rechtsanwältin Katharina Bleutge, Rechtsanwalt Dr. Peter Bleutge; ISBN: 978-3-928-528-17-7, 2. Auflage 2009, Preis: € 26,00 (inkl. MwSt. und Versand)

 

DTZ Logistikimmobilien-Report 2008/2009

Die Logistikbranche ist Deutschlands drittgrößter Wirtschaftszweig – davon profitiert auch der Immobilienmarkt. Im Gegensatz zur großen wirtschaftlichen Bedeutung führt der deutsche Logistikimmobilienmarkt in der Wahrnehmung jedoch nur ein Schattendasein. Lediglich vereinzelt gibt es Angaben zum absoluten Flächenbestand von Logistikimmobilien. Noch lückenhafter sind Informationen zu Leerständen, zur Nutzerstruktur oder zu Ausstattungsmerkmalen. Damit mangelt es an Grundlagen für eine Markttransparenz und professionelle Beobachtung des Marktgeschehens.

Genau hier hat DTZ angesetzt und eine Bestandserhebung für Logistikimmobilien durchgeführt und die Ergebnisse in einem Report zusammen gestellt. Marktinformationen über Standorte, Flächenbestand, Nutzerstruktur, Bautätigkeit, Leerstände, Umsätze sowie Mieten und Renditen werden darin vorgestellt. Als erstes immobilienwirtschaftliches Beratungshaus hat DTZ auch ein Ausstattungs-Rating für Logistikimmobilien entwickelt und dies für das besonders gefragte Segment der Logistikobjekte ab 10.000 m2 in den Regionen Berlin, München, Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg.

Der Report wird als PDF-Dokument für eine Schutzgebühr von 79 € angeboten unter www.dtz.com. Wählen Sie auf der Startseite unter „Our markets“ das Land „Germany“ aus. Dann sehen Sie eine Aufstellung aktueller Studien. Klicken Sie auf Logistikimmobilien-Report 2008-2009. Sie können sich zunächst eine kostenfreie Zusammenfassung der Inhalte ansehen, bevor Sie sich für einen kostenpflichtigen Download des ausführlichen Berichts entscheiden.
 

 

Monetäre Bewertung ökologischer Lasten auf Grundstücken und deren Einbeziehung in die Verkehrswertermittlung

Juli 2008, 29 Seiten + Anhang
Preis 20,00 EUR incl. MwSt. zzgl. Versandkosten, ITVA-Mitglieder erhalten 10% Rabatt

Herausgeber und Vertrieb
Ingenieurtechnischer Verband Altlasten e.V. (ITVA), Lehrter Str. 46, 10557 Berlin, Tel. 030 / 48 63 82 80, Fax: 030 / 48 63 82 82,
E-Mail: info@itv-altlasten.de, www.itv-altlasten.de

Beim Umgang mit Liegenschaften stellt sich für alle Beteiligten immer wieder die Frage nach den Kosten und Risiken von Umweltdefiziten auf dem Grundstück. Eine handhabbare Methode zur Kosten- und Risikoprognose gibt es bisher nicht, so dass im Grundstücksverkehr entweder die Umweltfrage gar nicht beantwortet wurde, die Beteiligten auf Abschätzungen ohne fachlichen Hintergrund angewiesen waren oder aus Vorsicht und zur eigenen Absicherung – ggf. auch ohne sachlichen Grund – eine „Altlastenuntersuchung“ ausgelöst haben.
Die Ausgestaltung der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Sachverständigen verschiedener Fachbereiche zur Präzisierung einer guten fachlichen Praxis bei der Verkehrswertermittlung von Grundstücken mit ökologischen Lasten ist seit mehr als vier Jahren Gegenstand des Arbeitskreises „Wertermittlung“ im ITVA-Fachausschuss C5 „Flächenrecycling“.
Ergebnis dieser intensiven Zusammenarbeit ist die vorliegende Arbeitshilfe. Sie richtet sich sowohl an Sachverständige für die Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken als auch an Fachleute und Sachverständige aus dem Umweltbereich.
Teil 1 definiert die Grundlagen der gemeinsamen Arbeit und umreißt den methodischen Rahmen für die praktische Bewertungstätigkeit sowie die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Fachdisziplinen. Checklisten beschreiben detailliert die Anforderungen an die jeweils Beteiligten.
Teil 2 beschreibt ein System zur Recherche, Standortbeschreibung und –einstufung. Mit Hilfe einer Excel-Datei werden die wesentlichen Einflussfaktoren im Falle schädlicher Bodenveränderungen durch Zahlen quantifiziert, formalisiert und nach einem einheitlichen Term ausgewertet. Das Ergebnis einer Anwendung des Recherchesystems ist eine durch einen nachvollziehbar gestalteten Prozess ermittelte Aussage zum weiteren Handlungsbedarf bezüglich einer fachspezifisch notwendigen Einschätzung vorhandener oder vermuteter Risiken durch ökologische Belastungen.

Weiter begleitete der Fachausschuss die Erstellung eines „Praxistools zur Kostenprognose“ im Rahmen eines von der Europäischen Union, Programm INTERREG IIIB CADSES und des BMVBW geförderten Projektes PROSIDE. Dieses Praxistool Kostenprognose ist über die Projekthomepage www.proside.info in einer EDV-Version erhältlich, die auch Teil 2 dieser Arbeitshilfe, die Standorteinstufung, als benutzerfreundliches EDV-Werkzeug enthält.

 

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