AKTUELLES 


NEUE IMMOWERTV 2021 VERÖFFENTLICHT

 

Die offiziell "Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) vom 14. Juli 2021" genannte Verordnung wurde am 19. Juli 2021 im Bundesgesetzblatt I S. 2905 veröffentlicht. Sie tritt zum 1. Januar 2022 in Kraft.

 

Hier der Link zur Verordnung - leider in dieser Fassung noch nicht druckbar. Wir werden den Link aktualisieren, wenn eine druckbare PDF-Fassung vorliegt.

 


MARKTGERECHTE VERKEHRSWERTERMITTLUNG ERHALTEN UND STÄRKEN!

 

Zahlreiche Immobilienverbände haben in einer gemeinsamen Presseerklärung zur geplanten ImmoWertV-Novelle Stellung bezogen. Auch der BDGS hat das gemeinsame Vorhaben entsprechend unterstützt.

 

In der Erklärung vom 11. Februar 2021 heißt es:

 

"Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) hat im Juni 2020 einen Referentenentwurf für ein neues Wertermittlungsrecht (ImmoWertV2021) vorgestellt. Zahlreiche Verbände kritisierten den Entwurf massiv. Insbesondere wurde bemängelt, dass der Entwurf die Immobilienbewertung in ein überfrachtetes Normenkorsett mit fachlich fragwürdigen Einzelvorgaben packt und in keiner Weise die eigentlichen Herausforderungen der Verkehrswertermittlung löst. „Letztlich wird eine marktgerechte Bewertung verhindert, da anstelle der direkten Beobachtung des Immobilienmarktes die starren, amtlichen Modelle in den Vordergrund gerückt werden“, sagt Brigitte Adam, stellv. Vorsitzende des ZIA-Ausschusses Bilanzierung und Bewertung. „Der nun seit Anfang Februar vorliegende überarbeitete Referentenentwurf stellt keine Lösung für den grundsätzlich falsch eingeschlagenen Weg dar.“

 

Aus diesem Grund fordert eine verbändeübergreifende Initiative, bestehend aus ZIA, RICS, BIIS, gif, BVS, IVD und BDGS das Ministerium auf, allenfalls die im Entwurf vom Ministerium selbst als Alternative angedachte „kleine Lösung“ für die steuerliche Bewertung umzusetzen. Des Weiteren sollte zügig ein runder Tisch mit Experten aus den beteiligten Fachverbänden einberufen werden, um sinnvolle Lösungen für die tatsächlichen Herausforderungen im Bereich der Verkehrswertermittlung und deren Verordnung zu finden.

 

Der vorliegende Entwurf würde laut Prof. Dr. Andreas Link, Leiter der Kompetenzgruppe Marktwertermittlung bei der Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung (gif e.V.), zu einer deutlichen Verunsicherung sowie Unklarheiten in der Verkehrswertermittlung führen. „Durch den angestrebten „Modellzwang“ und die für alle Sachverständige verbindliche „Systemkonformität“ würden die Gutachterausschüsse und Katasterämter faktisch die alleinige Deutungshoheit über Verkehrswerte erlangen, ohne dass sie die für eine fachliche Verifikation erforderlichen Grundlagen ihrer Untersuchungen veröffentlichen. Das kann nicht Sinn einer Verordnung für eine sach- und marktgerechte Verkehrswertermittlung sein.“

 


NEUER RAHMENVERTRAG

  • Mit PROPTECHTOOLS lassen sich bundesweit Standortbeschreibungen effizient und EDV-gestützt erstellen.

Weiterführende Informationen unter Vorteile der Mitgliedschaft.



NEUER RAHMENVERTRAG

  •  Mit GEOPORT von ON-GEO stehen deutschlandweit Marktdaten zur Verfügung. 

Weiterführende Informationen unter Vorteile der Mitgliedschaft.



IMMOBILIENWERTVERMITTLUNGSVERORDNUNG

Die ursprünglich zum Jahresanfang 2021 erwartete Neufassung der Immobilienwertermittlungsverordnung verzögert sich. Dies ist nicht nur der COVID-19-Pandemie sondern auch den zahlreichen Hinweisen der Fachverbände an das zuständige Ministerium geschuldet. Auch der BDGS hatte eine entsprechende Stellungnahme abgegeben.

 

Die Länder- und Verbändeabstimmung geht nun in die zweite Beteiligungsphase. Ein Kabinettsbeschluss für den Entwurf der ImmoWertV wird für den 14. April 2021 angestrebt. Ein Inkrafttreten ist für den 1. Januar 2022 vorgesehen.

 

JUSTIZVERGÜTUNGS- UND ENTSCHÄDIGUNGSGESETZ (JVEG) 

 

Mit dem Kostenrechtsänderungsgesetz 2021 (KostRÄG 2021) wurden zum 1. Januar 2021 auch Anpassungen der Gebühren im Justizvergütungs- und Entschädigungsgesetz (JVEG) vorgenommen.

Es erfolgte eine Erhöhung der Stundensätze für Sachverständigenleistungen, wie auch Erhöhungen beim Kosten- und Aufwendungsersatz.

Der Gesetzgeber hat den Mindestbetrag für die zu erwartende Vergütung in § 3 JVEG auf 1.000 EURO herabgesetzt, so dass zukünftig eher eine Vorschussbewilligung in Betracht kommt.

Bei Wegfall der Vergütung wegen mangelhafter Leistung wird dem Sachverständigen gem. § 8a, Abs. 2 JVEG zukünftig grundsätzlich die Gelegenheit gegeben, den Mangel innerhalb einer angemessenen Frist zu beseitigen. 

Eine echtes Novum sieht § 9 Abs. 6 JVEG vor. Für Leistungen, die der Sachverständige zu ungünstigen Zeiten erbringen muss, wird das Honorar erhöht. 

 

Auf der Webseite des Instituts für Sachverständigenwesen www.ifsforum.de sind unter Aktuelles der Stand des JVEG zum 01.01.2021, eine Synopse des JVEG – alte/neue Fassung sowie Hinweise zum Übergangsrecht, Anwendung altes – neues JVEG, zu finden. 

 

 

 



Trauer um Hermann sturm

Das Jahr 2020 ist für den BDGS auf sehr schmerzhafte Weise zu Ende gegangen.

In großer Betroffenheit und tiefer Trauer geben wir bekannt, dass Herr Hermann Sturm, Mitgründer des BDGS, kurz vor dem Jahresende, am 29. Dezember 2020 verstorben ist.

Wir trauern mit seiner Familie.